• Deutschkurs von Baden-Württemberger Lehrern

    Jeder kennt es; Vokabeln lernen ist einfach langweilig. Und doch bildet ein fundierter Wortschatz die Basis für jede Sprache. Ohne Vokabeln kann kein Gespräch stattfinden, man kann sich nicht mitteilen. Oft hört man in der Schule im Deutschunterricht den Satz „Ich wollte nicht Deutsch lernen müssen. Die Grammatik ist so kompliziert“, und doch verlangen viele Menschen dass Asylbewerber und Bewohner eines Flüchtlingsheims Deutsch lernen. Direkt wenn sie ankommen. Und am besten nach einem Monat fast perfektes Deutsch sprechen.

    Natürlich ist das nicht realistisch. Ein Asylbewerber hat erst Anrecht auf einen Deutschkurs nachdem die Aufenthaltsgenehmigung erteilt wurde. Aktuell kann das in Karlsruhe zwischen einem und zwei Jahren dauern. Also hat ein Flüchtling, der auf seine Genehmigung warten muss, überhaupt keinen rechtlichen Anspruch auf einen Deutschkurs. Kinder und Jugendliche, die in Deutschland eine Schulausbildung machen, haben überhaupt keinen Anspruch auf einen Deutschkurs. Sie werden in Schulen geschickt und dort einfach in den Unterricht gesteckt, ohne ein Wort Deutsch zu sprechen. Sie haben laut Gesetz kein Recht auf einen Deutschkurs. Aber gute Noten sollen sie schreiben. Und einen Schulabschluss machen. Vielerorts entwickeln sich bereits Initiativen wie „Deutsch als Fremdsprache“-Klassen, da von staatlicher Seite hierzu wenig Unterstützung zu erwarten ist.

    Der Integrationskurs, der von staatlicher Seite angeboten wird, umfasst 660 Stunden und kostet 792 EUR, umgerechnet also 1,20 EUR pro Unterrichtsstunde. Einen Antrag auf Kostenbefreiung kann nur stellen, wer Sozialhilfe oder Arbeitslosengeld II bezieht.

    Aber was tun diejenigen, die bis zu zwei Jahre auf ihre Aufenthaltsgenehmigung warten müssen? Die einzige Alternative, die sich ihnen bietet, sind Deutschkurse, die lokal von Ehrenamtlichen angeboten werden. Eine solche Erfolgsgeschichte ist in Tannhausen/Schwaben passiert. Dort haben ehrenamtliche, pensionierte und noch aktive Lehrer und Schulleiter selbst ein Deutschbuch entwickelt, womit ein einfacheres und intuitiveres Lernen möglich ist.

    Überall suchen ehrenamtliche Gruppen nach Helfern, sei es für Deutschkurse oder einfach nur um mit den Flüchtlingen zu reden und für ihnen zuzuhören. Also nicht zögern, selbst helfen!

    Es bilden sich mittlerweile in jeder größeren oder auch in jeder kleineren Stadt mit Flüchtlingsunterkünften soziale Gruppen, die sich mit den Flüchtlingen beschäftigen wollen, die zeigen wollen, dass Flüchtlinge in Deutschland willkommen sind, egal welcher Nationalität sie angehören.

    Doch leider mangelt es oft an freiwilligen und ehrenamtlichen Helfern, um den vielen Menschen in Flüchtlingsunterkünften zu helfen oder für sie da zu sein. Das Spektrum ist sehr breit und reicht von einfach nur zuhören bis Deutschkurse geben.

    Wer Interesse an diesem Deutschbuch hat, kann es gerne hier bestellen:

    Quellen:

    www.deutschkurs-asylbewerber.de

    www.bamf.de/DE/Willkommen/DeutschLernen/Integrationskurse/TeilnahmeKosten/Aufenthaltstitel_nach/aufenthaltstitel_nach-node.html